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Infotext CD "Colours of Brass" zurück
Mit „Colours
of Brass“ bringt Embrassy
die „Farben des Blechs“ zu Gehör: kräftige Signal-Farben und zarte
Pastell-Töne, Hochglanzbilder und differenzierte Zeichnungen. Seit
Jahrhunderten assoziiert der Auftritt von Blechblasinstrumenten Strahlendes,
Brillantes; aber auch Erhabenes und Sakrales, Dunkles und Strenges wurde „in
Blech gemalt“. Embrassy reicht eine Farbpalette von Renaissance bis
Entertainment, von barocker Pracht bis jazziger Close-Harmony in
Instrumentationen verschiedenster Couleurs, in einer bunten Mischung von
Besetzungen vom Trompetentrio über klassische Quintettformation,
Posaunenquintett, Doppelchor, Tripel-Chor, bis hin zur großen repräsentativen
Besetzung. Alte Bekannte erhalten neu eingefärbte Gewänder (Bach, Händel),
Neues erklingt mit antiker Patina (Brittens Naturton-Fanfaren).
Zu guter Letzt lädt „Ein
Londoner in New York“ zu einem Bilderbogen in besonders gewagten Tönungen
ein: Er darf mit Embrassy ein wahres Farbtopf-Happening im Grand Central
goutieren und sich im Großstadt-Grün des Central Park entspannen, die
Klangfarben des Chrysler Building und die knallbunte Show in der Radio City
Music Hall genießen.
Georg
Friedrich Händel
(1685-1759) schrieb Die
Ankunft der Königin von Saba
als Teil des Oratoriums „Salomo“ für zwei
Oboen, Streicher und Basso continuo. Heute gehört die „Queen of Sheba“ zu
den beliebtesten Bravourstücken für Blechbläserdezett, das sich in der
Besetzung vier Trompeten, Horn , vier Posaunen, Tuba etabliert hat. In diesem
Arrangement werden zur Darstellung der barocken Klangpracht zusätzlich
Piccolotrompete, Flügelhorn und Euphonium eingesetzt. Giovanni
Gabrieli (um 1553-1612) schuf für die Entwicklung der Instrumentalmusik
wegweisende Kompositionen. Dabei nutzte er die räumlichen Möglichkeiten der
Basilika San Marco in Venedig, wo er als Organist angestellt war, durch eine häufig
mehrchörige Anlage seiner Werke. Die Canzon
septimi toni a 8, Nr. 2 aus den „Sacrae Symphoniae“ von 1597 ist für
zwei gleichbesetzte vierstimmige Chöre geschrieben (hier jeweils zwei
Trompeten, Posaune, Baßposaune) und wird vom Wechsel zwischen imitatorischen
Abschnitten und deren Vereinigung zu einem großen Klangkörper geprägt.
„Die
Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach (1685-1750) gehört zu den am häufigsten
arrangierten Werken überhaupt, was nicht nur in der fehlenden
Instrumentationsangabe begründet liegt. Die meisterhafte Kontrapunktik
korrespondiert mit harmonischem und melodischem Farbenreichtum, was im
vorliegenden Arrangement des Contrapunctus
1 (BWV 1080,1) in der klassischen Form des Blechbläserquintetts zwei
Trompeten, Horn, Posaune und Tuba besonders zur Geltung kommt. Die
Suite altfranzösischer Tänze besteht aus Tanzsätzen von Claude
Gervaise (um 1510-nach 1555) und dem Drucker, Verleger und Musikalien-händler
Pierre d`Attaignant (Ende 15.
Jh.-1552). Gervaise war Geiger in der Hofkapelle des französischen König Franz
I. und galt als der größte Tanzmusikkomponist seiner Zeit. Im Arrangement von
Peter Reeve für zehnstimmiges Blechbläserenemble tritt das Schlagwerk hinzu, was die rhythmische Lebendigkeit
der Tänze hervorhebt. In
der Fanfare for St. Edmundsbury, 1959 zur Feier der „Magna Charta“ in Burry
St. Edmuns/Suffolk entstanden, fügt Benjamin
Britten (1913-1976) drei zunächst einzeln vorgestellte, im Charakter sehr
unterschiedliche Naturton-Fanfaren - „smooth, brilliant, heroic“ zu einer
kontrapunktischen Verknüpfung, um diese in einem homophonen Finale von
beeindruckender Intensität zusammenzuführen. Johann
Sebastian Bachs Brandenburgischem Konzert Nr. 3 (BWV
1048) für Streicher liegt eine dreichörige Anlage zugrunde. In diesem
Arrangement werden die drei Chöre von drei Trompeten / Flügelhorn und zwei
Posaunen / Horn, Posaune, Baßposaune und Tuba übernommen. Die drei Gruppen
stehen sich konzertierend gegenüber und werden wechselweise miteinander
verbunden und gelöst, so daß die verschiedenen Klangfarben der Chöre immer
wieder aufleuchten können.
Bart
Howards Walzer
Fly me to the moon ist bekannt geworden durch eine Aufnahme von Frank Sinatra
mit dem Count Basie Orchestra. Robert Hughes arrangierte diesen Evergreen für
Posaunenquintett im Bossa- und Swing-Stil. Der aus London stammende Jim Parker (*1934) schildert in seiner für Blechbläserdezett komponierten Suite A Londoner in New York Impressionen seiner amerikanischen Lieblingsstadt: Nach der Ankunft am Grand Cenrtal Hauptbahnhof - Zischen, Quietschen, Pfeifen, ohrenbetäubender Lärm! - versetzt er uns in Echoes of Harlem in die Zeit von Fats Weller und Duke Elington. The Chrysler Building beschreibt einen der elegantesten Wolkenkratzer der Welt und ist eine Homage an die Art-Deco-Architektur. Nach einer erquickenden Pause in der Oase des Central Park endet der Besuch in New York mit einer fulminanten Schow in der Radio City Music Hall, in der sogar Pferde auftreten und die in ein großes Can-Can-Finale mündet.
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